Kurze Beschreibung des Vorgehens

Um die Projektziele zu erreichen, ist die Arbeit in vier Module gegliedert:

  1. Im Modul „Entwicklung“ wird einerseits eine grenzüberschreitende Informationsgrundlage gelegt (Datenbank) und andererseits das intergrative Bewertungsinstrument entwickelt. Die Informationsgrundlage wird in einer Datenbank zusammengefasst (3). Diese umfasst die Informationen zu den aufgearbeiteten grenzüberschreitenden Rahmenbedingungen für Mobilität (politische Ziele auf EU-Ebene, der drei Länder und Regionen, lokale Einflussfaktoren etc. (1)), die Ergebnisse bzw. Daten einer grenzüberschreitenden Befragung über Mobilitätsbedürfnisse. Mobilitätsbedürfnisse werden in Maßnahme 2 durch Befragungen erfasst. Zudem werden bestehende Informationen zu den Verkehrsströmen zur Verkehrsinfrastruktur und zum Verkehsangebot im öffentlichen Verkehr aufbereitet (3). Diese Informationsbasis hat zwei Funktionen. Sie dient als Grundlage für grenzüberschreitende Nachhaltigkeitsbewertungen von Mobilitätskonzepten und kann von den verschiedenen Akteuren bei der Entwicklung der Konzepte benutzt werden. Das Modul wird komplettiert durch die Entwicklung des Bewertungsinstruments (4).
  2. Im Modul „Anwendung“ werden konkrete oder mögliche Maßnahmen und Mobilitätskonzepte untersucht. „Anwendung“ bezieht sich dabei sowohl auf die Untersuchung von geplanten oder durchgeführten Projekten als auch auf die Verwendung des Bewertungsinstruments. In Maßnahme 5 wird das Indikatorensystem auf historische Daten angewandt. In Maßnahme 6 werden spezifische Simulation von lokalen oder regionalen Maßnahmen durchgeführt, um mögliche Effekte voraussagen zu können. Diese können zum besseren Verständnis von Handlungsoptionen auf Basis einer Nachhaltigkeits-Potenzialanalyse dienen. Maßnahme 7 beinhaltet eine Analyse schon implementierter Projekte wie z.B. die Effekte der Verlängerung der Tramlinie 3 von Basel nach St. Louis. Maßnahme 8 soll die Auswirkungen der Verkehrspolitik mit Hilfe von Karten veranschaulichen.
  3. Das Modul „Partizipative Workshops“ (10) realisiert die Schnittstellen zwischen den Projektaktivitäten und den Projektpartnern. Erstens geht es darum, das Bewertungsinstrument sowohl praxistauglich als auch praxisrelevant zu machen. Die Entwicklung der Indikatoren wird in mehreren Schleifen vorgestellt, diskutiert und verbessert. Zweitens werden die Workshops, ähnlich der bestehenden Energietische zum Thema Energieeffizienz, ein grenzüberschreitendes Forum zum Austausch über zukunftsfähige Mobilitätskonzepte bilden. Drittens wird es parallel Stakeholder-Workshops geben, die der Diskussion lokaler, konkreter Projekte dienen. Um die Projektergebnisse möglichst breit zu kommunizieren, werden außerdem zwei trinationale Kolloquien von TRION-climate e.V., dem deutsch-französisch-schweizerischen Netzwerk der Energie- und Klimakateure, organisiert. Das Ziel ist, erste Ergebnisse nach dem ersten Projektjahr zu vermitteln, und ein großes Abschlusskolloquium für Akteure aus Wissenschaft, Verwaltung und Wirtschaft während des dritten Projektjahres anzubieten.
  4. Das Modul „Implementierung des Indikatorensystems auf der Webseite“ (9) hat die Aufgabe, das erarbeitete Bewertungstool auf einer Online-Plattform zu implementieren, um in Verknüpfung mit der Datenbank aus Maßnahme 3 den Kommunen ein Instrument zur Selbsteinschätzung, zum Maßnahmenmonitoring und zur Darstellung des relativen Fortschritts ihrer Mobilitätskonzepte zur Verfügung zu stellen.